Bildungs- und Vermittlungsarbeit ist Kernaufgabe des Museums

Deutscher Museumsbund, Leitfaden Bildung und Vermittlung, 2020. Vorwort S.4

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Die Muspaeds |

Das ist doch keine Kunst!

Der alte Sketch von Loriot wirft die Frage nach der Schöpfungshöhe auf und ob der Kunstpfeiffer wohl Anspruch auf Mitgliedschaft in der KSK hätte.

Wer darf in die Künstlersozialkasse?

Einfache Antwort: Künstler! Oder… ?

Künstler ist, wer Musik, darstellende oder bildende Kunst schafft, ausübt oder lehrt. Publizist ist, wer als Schriftsteller, Journalist oder in ähnlicher Weise wie ein Schriftsteller oder Journalist tätig ist. Auch wer Publizistik lehrt, fällt unter den Schutz des KSVG. 

Aha, auch Journalisten und Publizisten können in die KSK und auch wer Publizistik nur lehrt, fällt unter den Schutz des Künstlersozialversicherungsgesetz.

Aber was ist z.B. mit Bloggern, YouTubern, Influencer*innen - die publizieren ja auch. Können die in die KSK? Einfache Antwort: Ja!

Auch YouTuber*innen die erklären, wie man einen Mofa-Motor repariert oder Schminktipps geben, ebenso wie Influencerinnen, die auf "Insta" oder sonstwo Werbung für die Industrie machen, gelten als Künstlerinnen und können in die KSK.

Und Museumspädagoginnen also Kunst- und Kulturvermittlerinnen? Nein.

Der Staatssekretär im Arbeitsministerium erklärt uns per Brief, unsere Arbeit sei nicht "künstlerisch", da es ja nur um "Informations- und Wissensvermittlung" der "kulturhistorischen Hintergründe" ginge, nicht um die "Schaffung künstlerischer Werke". Kurz - im Gegensatz zu Influencer*innen und der Wissensvermittlung, die in der Lehre der Publizistik stattfindet, ist das was wir machen, keine Kunst und nicht schützenwert durch die KSK.

Muss es überhaupt Kunst sein?

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